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KRITIK: Once, Phoenix Theatre ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

stephencollins

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Once im Phoenix Theatre Once Phoenix Theatre 22. März 2013

5 Sterne

Mich hat die Broadway-Produktion von Once umgehauen: Enda Walshs feinsinnige und zugleich erschütternde Bühnenfassung von John Carneys gleichnamigem Film – mit Musik und Liedtexten von Glen Hansard und Marketa Irglova, voller Charme, Herz und Intimität.

Es war grossartig – schlichtweg grossartig.

Umso bemerkenswerter ist die Entdeckung, dass die West-End-Premiere derselben Show, derzeit im wunderschönen Phoenix Theatre zu sehen, noch einmal deutlich besser ist – dem ursprünglichen, elektrisierenden Broadway-Ensemble weit überlegen.

So ist es eben.

Diese Version von Once schmerzt mit einer Rohheit, einer bebenden, zitternden Intensität, die fast kaum auszuhalten ist – so wahrhaftig, mutig und kraftvoll sind die Leistungen des gesamten Ensembles.

Declan Bennett ist überwältigend als Dubliner Songwriter, dessen Leben „stehen geblieben“ ist, weil die Frau, die er liebt, nach New York gezogen ist. Seine gequälte Interpretation von „Falling Slowly“ zu Beginn dieses unvergleichlichen musikalischen Dramas zerrt an jeder Faser deines Seins; durchweg ist er mühelos charmant, verloren, verliebt und voller Schmerz, bemüht, das Richtige zu tun und seinem musikalischen Talent treu zu bleiben. Eine herausragende, zugleich berührende und sarkastische Darstellung – ein echter Mensch, der versucht, mit dem Leben klarzukommen.

Zrinka Cvitesic ist als direkt auftretende tschechische Musikerin, die seinen Kummer erkennt und ihm helfen will, sein musikalisches Zentrum wiederzufinden, ebenso atemberaubend – lebendig, fein nuanciert und vollkommen glaubwürdig. Und wie sie singt: Ihre Darbietung von „The Hill“ im zweiten Akt ist eine absolute Meisterklasse darin, durch Musik wahrhaftige Geschichten zu erzählen. Sie lässt nichts aus – und gemeinsam sind sie und Bennett fesselnd und schlicht ein Genuss.

Durchweg ist der Musik aussergewöhnlich gut gedient; die sehnsuchtsvollen Melodien steigen auf und treffen mitten ins Herz.

Und obwohl es sich um ein Musical mit Happy End handelt, ist es zugleich im Kern zutiefst erschütternd – gerade weil es seinen Figuren treu bleibt. So wie „nett“ nicht dasselbe ist wie „gut“, so kann „glücklich“ durchaus gleichzeitig „unmöglich hart und unfair“ bedeuten. So ist das Leben.

Doch um eine Idee aus Cabaret zu borgen: Hier ist alles schön.

Jede Darstellerin, jeder Darsteller, jedes Lied, jeder Moment von Spannung, Pathos oder unbändiger Freude – und alles schimmert vor musikalischer Brillanz, die hypnotisch ist und beinahe unglaublich elegant und tiefgründig.

Niemand kann unberührt bleiben, wenn diese Darstellenden dieser wunderbaren Musik mehr als gerecht werden. Wenn sich die bunt zusammengewürfelte Gruppe von Musikerinnen und Musikern versammelt, um einem Gefallen für Bennetts verlorenen Musiker willen einen Song aufzunehmen, haut die Kraft und Erhabenheit dieses Moments – eine verblüffende Hymne, „When Your Mind’s Made Up“ – nicht nur Gareth O’Connors herrlich abgeklärten Eamonn um, sondern jedes fühlende Wesen, das zuhört.

Bob Crowleys Bühnenbild, Martin Lowes Orchestrierungen (die Darstellenden spielen die Partitur – wunderbar), Steven Hoggetts kraftvolle, grossartige Bewegungssprache und John Tiffanys wundersame Regie ergeben zusammen ein völlig einzigartiges Musical-Theater-Erlebnis.

Ein Musical wie Once hat es noch nie gegeben – und es ist schwer vorstellbar, dass es jemals besser sein könnte als in dieser Inszenierung. Im Ernst: Der West End steht in Flammen vor lauter grossartigem Theater.

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