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KRITIK: Elf, Dominion Theatre ✭✭✭

Veröffentlicht am

6. November 2015

Von

danielcolemancooke

Elf: Das Musical

Dominion Theatre

4. November 2015

3 Sterne

Tickets buchen Man sagt, Weihnachten beginne jedes Jahr früher – und wer in letzter Zeit im Dominion Theatre war, wird dem kaum widersprechen. Während in der ganzen Hauptstadt die Feuerwerkskörper schon aus dem Staub geholt werden, lag diese Woche dank Elf: Das Musical eine ganz andere Art von Feststimmung in der Luft.

Ich gehöre offenbar zu dem kleinen Teil der Menschheit, der den Originalfilm nie gesehen hat – und wusste daher nicht so recht, was mich erwarten würde. Zwar hatte ich Positives über die Broadway-Produktion gehört, doch eine kurze Vorschau auf diese Inszenierung bei West End Heroes im vergangenen Monat hatte mich eher kaltgelassen (und nicht im weihnachtlichen Sinne).

Die Geschichte dreht sich um Buddy, einen Menschen, der in einer Welt der Elfen lebt. Er stellt fest, dass er nicht an den Nordpol gehört, und reist nach New York, um seine leibliche Familie zu treffen – die natürlich allesamt glauben, er habe den Verstand verloren. Die Produktion begleitet den gutmütigen Buddy auf seiner Lernkurve: Er findet einen Job, verliebt sich und ist von der menschlichen Welt gründlich verwirrt.

Auch wenn sich die Produktion den Großteil des Textes nicht selbst zuschreiben kann, ist Elf eine warmherzige Angelegenheit – mit berührenden Höhen und Tiefen. Neben der offensichtlichen Moralgeschichte nimmt das Stück auch das Großstadtleben herrlich auf die Schippe und zeigt, wie bizarr manche Absurditäten des urbanen Alltags sein können.

Die Musik war zweckmäßig und festlich, insgesamt jedoch nicht besonders herausragend. Es gibt ein paar Höhepunkte: World’s Greatest Dad ist witzig und energiegeladen und wird später wirkungsvoll wieder aufgegriffen. Ein späterer Song namens Buddy the Elf geht ebenfalls ins Ohr, auch wenn der Text nicht sonderlich inspiriert ist – im Grunde eine Zusammenfassung der Handlung bis zu diesem Punkt.

Das stärkste Element des Abends ist Ben Forster als Buddy; eine meisterhafte Leistung, bei der das Publikum ihm aus der Hand frisst. Er hat nicht nur eine Fünf-Sterne-Gesangsstimme, er ist auch ungemein sympathisch und komisch. Er verbindet Buddys Naivität und Unschuld mit Tiefe und innerer Entschlossenheit – gut möglich, dass dies die beste Musical-Darbietung ist, die ich in diesem Jahr gesehen habe.

Kimberley Walsh wirkte als Buddys Love Interest Jovie weniger überzeugend. Ihre Gesangsstimme ist zweifellos hervorragend, doch in ihrem Spiel fehlt ihr scheinbar das nötige Charisma, damit die Rolle wirklich aufgeht. Sie wirkte etwas blass und eindimensional; man hatte fast das Gefühl, Buddy könnte es besser treffen.

Im übrigen Ensemble liefert Graham Lappin eine feine komödiantische Leistung als Filialleiter ab, der versucht, mit einem ungewöhnlichen neuen Mitarbeiter zurechtzukommen. Joe McGann war als Buddys Vater Walter Hobbs herrlich grimmig, auch wenn seine Gesangsstimme ein wenig rau klang.

Die Choreografie wirkte merkwürdig zurückgenommen und austauschbar – abgesehen von einem cleveren Einsatz von Säcken durch die tanzenden Santas in Nobody Cares about Santa Claus. Wirklich falsch war daran nichts, aber vieles schien weniger einfallsreich als das, was man anderswo sieht, insbesondere in den Stepptanzpassagen.

Dafür war das Bühnenbild wirklich episch: ein gewaltiges Set, inklusive einer leuchtenden Großbildwand, die klug eingesetzt wird, um Atmosphäre zu schaffen. Und auch der Schlitten des Weihnachtsmanns hat mehr zu bieten, als es zunächst den Anschein hat – mit einem Finale, das vielen Kindern im Publikum ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Elf dürfte sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern ein Weihnachtshit werden. Zwar fehlt ihm der Zauber eines Familienklassikers wie Matilda, doch Elf versetzt selbst den größten Scrooge in eine fröhliche, festliche Stimmung.

Elf läuft bis zum 3. Januar 2016 im Dominion Theatre – Tickets jetzt buchen.

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