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KRITIK: Jest End, Waterloo East Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

sophieadnitt

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Jest End

Waterloo East Theatre

1. Dezember 2016

Vier Sterne

Tickets buchen Ticketangebot: BritishTheatre.com-Abonnent*innen erhalten 10 % Rabatt auf alle Ticketpreise – ONLINE BUCHEN mit dem Code WET10 Nach einer ausverkauften Spielzeit 2015 kehrt die Musicaltheater-Satire Jest End mit einer neuen, aktualisierten Show nach Waterloo East zurück: Sie nimmt alle Musicals, die man kennt und liebt, und zerlegt sie genüsslich in ihre Einzelteile. Insgesamt werden in zwei Stunden 29 Songs im Eiltempo von vier Darsteller*innen durchgejagt, die nebenbei unzählige Blitz-Umzüge bewältigen müssen – eine rasante Tour entlang der komischen Seite des West End. Als Geisteskind von Autor/Regisseur/Produzent Garry Lake ist Jest End ganz klar eine Show von Darsteller*innen für Darsteller*innen. Die diesjährige Ausgabe scheint zwei zentrale Handlungsstränge zu haben – Starbesetzung und eine Vendetta gegen Cameron Mackintosh. Diese Themen tauchen mehrfach auf und sind zwar sehr witzig, doch ich hätte mir daneben noch ein paar weitere Ziele gewünscht; ein so absurdes Jahr wie 2016 bietet schließlich reichlich Stoff. Das heißt nicht, dass die Show nicht am Puls der Zeit wäre – mit sauber gebauten Satiren auf Regent’s Parks Jesus Christ Superstar und Gary Barlows The Girls. Sogar das noch nicht eröffnete Hamilton bleibt vor der Lupe nicht verschont.

Lakes Texte sind messerscharf und ungemein pointiert. Bei Satire besteht immer die Gefahr, ins Gemeine abzurutschen – und die diesjährige Show streift diese Grenze ein- bis zweimal, wenn ein paar Gags etwas unbeholfen landen. Doch die cleveren Persiflagen auf Les Mis und John Barrowman kommen hervorragend an, und eine Finale-Parodie auf Half a Sixpence ist schlichtweg urkomisch. Eine ziemlich karge Bühne, gestaltet wie eine schäbige Tube-Station (inklusive der Warnung „Mind the gags“), ermöglicht schnelle Übergänge von Nummer zu Nummer – das Tempo bleibt hoch und die Lacher rollen. Kein Witz wird überstrapaziert, und tatsächlich gehören einige der kürzesten Gags zu den besten der Show. Am stärksten ist Jest End dort, wo es sich ganz dem reinen Quatsch hingibt. Requisiten, die ihren Zweck erfüllt haben, werden beiläufig mit Getöse von der Bühne geschleudert, das Phantom der Oper wird im Handumdrehen aus einem Batman-Kostüm, einem weißen Handschuh und einem Skateboard zusammengeschustert, und die Eröffnungsnummer zu The Lion King endet im völligen Chaos.

Alle vier Darsteller*innen arbeiten hart – und als Ensemble hervorragend zusammen. Bronte Barbe treibt jede Rolle, von Matilda bis Frankie Valli, über die bloße Karikatur hinaus, und Jemma Alexander ist nur allzu wiederzuerkennen als das übertrieben gutgelaunte, #humble, #blessed Geplapper einer Schauspielerin, die in den sozialen Medien mehr Glück hat als auf der Bühne. Adam Bailey trifft in seiner Bandbreite an Imitationen – darunter Javert, Miss Trunchbull und eine Art Arthur-Kipps-Figur – jeden Ton, und Daniel Buckley ist großartig als der vielgescholtene Mackintosh.

In den einleitenden Worten des Programmhefts begrüßt Lake „Luvvies, Wendy’s and Dapper Dandies“ – und es ist unübersehbar, wer hier gemeint ist. Für Theaterneulinge gibt es wenig, aber das soll auch so sein; für alle, die auch nur einen Hauch Musicaltheater-Know-how mitbringen, ist Jest End ein herrlich bissiger Blick auf alles, was wir am Londoner Theater lieben und hassen. Ein rundum verlässliches Vergnügen für Theaterleute, um den Winter aufzuhellen: Jest End liefert reichlich leichte Lacher.

Bis 18. Dezember 2016

TICKETS FÜR JEST END BUCHEN

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