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REZENSION: Meine Mum ist eine blöde Kuh, Summerhall, Edinburgh Fringe ✭✭✭

Veröffentlicht am

14. August 2019

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert Anoushka Warden, die ihr eigenes Stück My Mum’s a Twat im Summerhall beim Edinburgh Fringe spielt

My Mum’s a Twat Summerhall, Edinburgh Fringe

Drei Sterne

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Anoushka Warden landete mit ihrem ersten Stück, My Mum’s a Twat, einen Erfolg, als es im vergangenen Jahr am Londoner Royal Court uraufgeführt wurde. Mit Patsy Ferran in der Hauptrolle gewann das Solo-Stück das Publikum mit seinem unverblümten, wütenden Bericht über ein Kind, das von einer Mutter verlassen wird, die in einen New-Age-Kult hineingezogen wurde. Nun erhält die Produktion eine neue Laufzeit – mit Warden selbst, die ihr Stück spielt. Es wird als eine „unzuverlässige Version einer wahren Geschichte, gefiltert durch verschwommene Erinnerungen und lebhafte Fantasie“ angekündigt.

Ferran, die in diesem Jahr für Summer and Smoke einen Olivier gewann, ist eine schwere Vorgängerin – zumal Warden die Vorstellung damit eröffnet, dass sie keine professionelle Schauspielerin sei. (Neben ihrer Arbeit als Autorin ist sie Leiterin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit am Royal Court.) Das spiegelt sich in ihrer Vortragsweise, die – ironischerweise – nur selten eine Figur erkennen lässt, die diese Erfahrungen und Gefühle wirklich durchlebt hat. Dennoch gibt es einprägsame Momente, in denen Warden aus dem nüchternen Ablesen ihres Textes ins Mikrofon heraustritt und stattdessen aus dem Bauch heraus Wutausbrüche und Groll äußert – gegen das, was vermutlich eine Variante ihrer eigenen Kindheit ist.

Wir teilen die Empörung darüber, dass eine Mutter ihre „völlig durchgeknallten Überzeugungen“ über die Fürsorge für ihre Tochter stellt und ihr Leben der Leitung eines Retreats in Kanada widmet – aus Hingabe an einen manipulativen Guru. Mitunter sind im Publikum hörbare empörte Aufschreie zu vernehmen. Meist jedoch wird die Geschichte mit dem Humor erzählt, der mit zeitlichem Abstand kommt: Sie findet das Komische in diesen Erfahrungen und verbindet es mit amüsanten Beobachtungen über das Aufwachsen.

Unter der Regie von Debbie Hannan hat diese neue Version den besonderen Reiz, dass sie von der Person gespielt wird, die sie geschrieben hat. Ganz gleich, wie viel davon tatsächlich „wahr“ ist: Es hat immer etwas Fesselndes, eine Dramatikerin ihr eigenes Werk spielen zu sehen – zumal in einer Rolle, die in den eigenen Erfahrungen verwurzelt ist.

Läuft bis zum 25. August 2019

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