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KRITIK: Die Form des Schmerzes, Summerhall, Edinburgh Festival ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Die Gestalt des Schmerzes

Summerhall, Edinburgh Fringe

Vier Sterne

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Wie vermittelt man die Erfahrung chronischer Schmerzen, die keine erkennbare Ursache haben? Worte reichen nicht aus – doch in The Shape of the Pain versuchen die Autor*innen Rachel Bagshaw und Chris Thorpe genau das: nicht nur über Beschreibung, Vergleiche und Metaphern, sondern durch ein Zusammenspiel aus Klang, Licht und Farbe.

Das Ein-Frau-Stück basiert auf Rachels eigener Erfahrung mit dem Complex Regional Pain Syndrome (CRPS) – einer wenig verstandenen Erkrankung, bei der Betroffene anhaltende, starke Schmerzen erleben, ohne dass es dafür zwingend eine unmittelbar erkennbare Ursache gibt.  Mit trockenem Witz entlarvt sie die wenig hilfreichen Kommentare von Ärzt*innen und anderen, die glauben, CRPS lasse sich so einfach handhaben wie „gewöhnlicher“ Schmerz. Gleichzeitig versucht sie, ihre vielschichtigen Gefühle zu diesem Zustand zu erklären, indem sie abstrakte Bilder heraufbeschwört – etwa, dass der Schmerz aus ihr herausschießt wie ein Fußball, der mit Kissen gefüllt ist.

Das Stück ist auch eine Liebesgeschichte: Es erzählt von Rachels Versuch einer Beziehung mit einem Mann, der instinktiv weiß, wie er mit ihr über ihre Erkrankung sprechen kann – und wann er besser nicht darüber spricht. Doch am Ende zeigt sich, wie beim kissengefüllten Fußball, dass es vermutlich unmöglich ist, eine so subjektive und schwer zu fassende Erfahrung jemals wirklich angemessen zu vermitteln.

Unter der Regie von Rachel selbst liegt die Stärke von The Shape of the Pain jedoch in den flackernden Lichtern, irritierenden Videoeffekten, dem Summen und Pochen der Sounds – einer regelrechten Attacke auf die Sinne, die Rachels Erleben dort spürbar machen will, wo Sprache versagt. Farben und Formen werden auf eine Kulisse aus acht feinmaschigen Paneelen projiziert, die hufeisenförmig angeordnet sind; gestaltet von Madeleine Girling – die Leinwand für ein immersives Erlebnis mit Video und Licht von Joshua Pharo sowie einem Sounddesign von Melanie Wilson.

Vor allem aber lebt die Produktion von einer herausragenden Leistung von Hannah McPake als Rachel: Ihr Spiel reicht von ruhig und trocken-humorig bis hin zu intensiv ausdrucksstark und berührend. Vielleicht verlassen wir den Saal nur mit einem vagen Gefühl für die Gestalt von Rachels Schmerz – doch mit einem unvergesslichen Eindruck davon, wie sehr er ihr Leben beeinträchtigt.

Spielzeit bis 26. August 2017

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