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KRITIK: Ulster American, Traverse Theatre, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert David Irelands Stück „Ulster American“, derzeit im Traverse Theatre beim Edinburgh Fringe zu sehen.

Robert Jack, Darrell D'Silva und Lucianne McEvoy in „Ulster American“ Ulster American The Traverse Theatre, Edinburgh Fringe

16. August 2018

5 Sterne

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David Irelands beeindruckendes neues Stück knüpft an den Ruf an, den er sich mit dem preisgekrönten „Cyprus Avenue“ erarbeitet hat. Jay, ein Oscar-prämierter Schauspieler, trifft auf Leigh, einen ehrgeizigen Theaterregisseur, der Jay in einem neuen Stück von Ruth, einer nordirischen Dramatikerin, besetzt hat. Alle drei träumen vom Erfolg – doch je mehr die Situation eskaliert, desto klarer wird: Für diesen Job wird niemand Preise abräumen. Jay sieht darin die Chance, sich mit seinen katholischen Wurzeln zu verbinden, doch sein grauenhafter Akzent ist nur ein kleines Problem – denn Ruth hat über die Troubles aus protestantischer Perspektive geschrieben.

Das ist eine Komödie, die einen gleichermaßen vor Lachen wie vor Schock mit offenem Mund zurücklässt, denn Ireland geht an Orte, bei denen selbst Martin McDonagh vielleicht zögern würde! Ausgelöst durch eine Frage, die Jay stellt und die ich nicht verrate, treibt Ireland den Einsatz höher als Arthur’s Seat – und die Pointe ist schlicht grandios. Ein hervorragendes Ensemble setzt jede Punchline punktgenau, und die Unaufrichtigkeit mancher politischer Korrektheit wird auseinandergerissen, während jede Figur jede Grenze überschreitet. Darrell D’Silva ist großartig als manspreadender, ego-getriebener, meinungsstarker Schauspieler Jay – ein Inbegriff der Unaufrichtigkeit, der in seiner eigenen Berühmtheit umherschleicht. Robert Jack ist herrlich komisch als Regisseur Leigh, der behauptet, er sei so feministischer Überzeugung, dass er wünschte, trans zu sein, und Lucianne McEvoy ist herausragend als Autorin Ruth, die sich weigert, den Männern die Oberhand zu lassen.

Ireland kennt keine Gnade und zerlegt gnadenlos Heuchelei – im Mutter-aller-Streits, der mit seiner Demontage von Theater, Hollywood, Identität und Kultur begeistert. Im Publikum wird tatsächlich entsetzt dazwischengerufen, so groß ist der (schockierte) Genuss an dem, was hier gesagt wird. Das könnte das Stück des Fringe sein, wenn nicht des Jahres – kämpft um ein Rückfahrtticket und hofft auf eine Tournee!

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