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REZENSION: Wenn The Long Trick's Over, Mercury Theatre Colchester ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

pauldavies

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Paul T Davies rezensiert Morgan Lloyd Malcolms Stück When The Long Trick’s Over, präsentiert von High Tide und dem New Wolsey am Mercury Theatre Colchester.

Stacey Ghent und Shenagh Govan in When the Long Trick's Over. Foto: Will Green When The Long Trick’s Over.

Mercury Theatre

3. März 2022

3 Sterne

Website des Mercury Theatre

Eine Schwimmerin versucht, den Ärmelkanal zu durchqueren – und kämpft nicht nur gegen Gezeiten, Schiffe und Quallen, sondern auch gegen eine bedrohliche Flutwelle aus Erinnerungen und Trauer. Sie unternimmt die Überquerung im Gedenken an ihre Schwester, erfüllt ihren Traum von der Kanalquerung – und, wie sich herausstellt, trägt sie auch die Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter mit sich. Es ist nicht nur die Dunkelheit des Wassers unter ihr, die ihr Angst macht, sondern die Konfrontation mit der Vergangenheit – und stellenweise lotet Morgan Lloyd Malcolms Stück genau diese Tiefen aus. An anderen Stellen fehlt es jedoch an Nuancen und es wirkt etwas oberflächlich, besonders im überlangen Eröffnungsmonolog, und es dauert eine Weile, bis das Stück seinen Rhythmus findet.

Stacey Ghent in When the Long Trick's Over. Foto: Will Green

Dafür ist die Inszenierung ungemein beeindruckend: Stacey Ghent hängt mitten in der Luft, ihre Bewegungen präzise kontrolliert; das hervorragende Licht- und Videodesign von Gillian Tan und die unheimlich eindringliche Klanglandschaft von Esther Kehinde Ajayi ergeben ein fesselndes Bild – und nur das Theater kann eine derart einzigartige Präsentationsform bieten. Ghent ist großartig: Die Schwimmerin hält die Erschöpfung in Schach, indem sie eine Top Ten der 90er-Hits und eine Top Ten der Schimpfwörter herunterbetet (vielleicht wird etwas zu viel geflucht, was die Wirkung mindert), bis es ihr schließlich nicht mehr gelingt, die Erinnerungen fernzuhalten und sie der Trauer nachgibt. Mum, gespielt von Shenagh Govan, wirkt nicht wie eine geborene Kümmerin, schiebt der Schwimmerin die Schuld zu, und Themen wie Bodyshaming, das Aufgeben von Aufgaben – all die Komplexität von Mutter-Tochter-Beziehungen – treten scharf und roh zutage. Manches davon wirkte stellenweise etwas belehrend, zudem ist das Stück ungünstig gebaut, und die Enthüllung dessen, was mit der Schwester geschehen ist, ist weder überraschend noch wirklich bewegend. Auch Mums Wandel zur Anfeuerin, je näher die französische Küste rückt, fühlt sich etwas erzwungen an – dafür war sie zuvor viel zu gehässig.

Dennoch: Die Körperlichkeit der Schwimmerin, die akrobatischen Drehungen und die physische Präsenz machen das Ganze zu einem visuellen Fest. Gleichzeitig hat man das Gefühl, dass die Inszenierung oft das Skript kompensiert, und ich hätte gerne mehr über Gertrude Ederle erfahren, die 1926 als erste Frau den Ärmelkanal durchschwamm. Ihre Geschichte, die am Ende dieses Stücks eingestreut wird, ist faszinierend und verstörend – und vielleicht ist ihre Präsenz genau das, was diesem Stück fehlt.

When The Long Trick's Over gastiert an folgenden Spielorten:- Bis Sa., 5. März – Mercury Theatre, Colchester Di., 8. – Mi., 9. März Marina Theatre, Lowestoft Do., 10. März – The Cut, Halesworth HIGH TIDE WEBSITE Abonnieren Sie unseren Newsletter

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