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REZENSION: Ivy & Joan, Jermyn St Theatre ✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Ivy & Joan

Jermyn Street Theatre

Drei Sterne

In Ivy & Joan zeichnet der Dramatiker James Hogan zwei Porträts einsamer Frauen, die sich setzen und reden, während sie sich auf eine neue Lebensphase vorbereiten. In den 1980er-Jahren steht Ivy kurz davor, das Hotel zu verlassen, in dem sie 40 Jahre lang gearbeitet und gelebt hat. In der Gegenwart nimmt Joan eine letzte Mahlzeit mit ihrem unglücklichen Ehemann ein, der sie in eine psychiatrische Klinik einweisen lässt. Diese beiden thematisch verbundenen Einakter sind in einer neuen, von Anthony Biggs inszenierten Produktion ans Jermyn Street Theatre zurückgekehrt – beide Frauen werden erneut von Lynne Miller gespielt.

Sie liefert in beiden Rollen starke, souveräne Leistungen ab, auch wenn mein Favorit Ivy ist: unerquicklich und desillusioniert, nachdem sie von der neuen Hotelleitung wegen Ungehorsams entlassen wurde. Trotz allem hält sie unbeirrbar an der Hoffnung fest, dass ein früherer Kollege und angehender Verehrer nach vielen Jahren zurückkehrt, um sie zu heiraten. In ihrer letzten halben Stunde, bevor sie den Bus nimmt, um bei ihrer Freundin Inky in Manchester unterzukommen, lästert sie, träumt und beklagt ihr Schicksal, um sich von ihrem Unglück abzulenken – hin und wieder hört Barkeeper Vic zu, gespielt von Jack Klaff. Die Traurigkeit ihrer Geschichte wird durch einige witzige Zeilen ausbalanciert; durch den Fokus auf eine einzelne sprechende Figur drängen sich unweigerlich Vergleiche mit Alan Bennett auf.

Joans Geschichte ist düsterer und verstörender; diesmal spielt Jack Klaff den Ehemann Eric, der die psychische Erkrankung seiner Frau weder versteht noch mit ihr umzugehen weiß. Die beiden sind gerade aus dem Venedig-Urlaub zurückgekehrt, wo Joan von den Eindrücken und Sinneseindrücken der Stadt ebenso überwältigt wurde wie von den Avancen eines alternden Gigolos namens Signore Dottore Marcello di Eduardo.

Zunächst bildet ihre romantische Begeisterung für Venedig und ihr Wunsch, das Erlebte in Gedichten festzuhalten, einen rührenden Kontrast zu ihrem aufgeblasenen, pedantischen Ehemann, der von allem, was sie sagt, genervt zu sein scheint. Allmählich wird jedoch deutlich – zumindest aus Erics Sicht –, dass ihre Überschwänglichkeit Teil eines längerfristigen Musters von Wahnvorstellungen und psychischen Problemen ist.

Sowohl für Joan als auch für Ivy steht ihr Leben vor einer Veränderung – auch wenn sie selbst sich nicht ändern können –, doch James Hogan lässt wenig Hoffnung, dass es eine Veränderung zum Besseren sein wird.

Ivy and Joan läuft bis zum 24. Januar im Jermyn Street Theatre

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