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REZENSION: Unsere Damen von der immerwährenden Hilfe, Nationaltheater ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

14. August 2016

Von

douglasmayo

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Our Ladies Of Perpetual Succour

Dorfman Theatre – National Theatre

13. August 2016

4 Sterne

Jetzt buchen HINWEIS: Our Ladies Of Perpetual Succour ist inzwischen ins Duke Of York's Theatre gewechselt

Nachdem es diese Woche in Sachen Theater eher ruhig war, habe ich kurzfristig geschaut, welche Optionen sich noch ergeben. Da mich der letzte Abend von Titanic wohl komplett zerstört hätte, entschied ich mich für eine späte Vorstellung von Our Ladies Of Perpetual Succour, das gerade am National Theatre eröffnet hat. Die Produktion kommt ans National vom National Theatre of Scotland – über eine landesweite Tournee.

Our Ladies Of Perpetual Succour ist ein Schauspiel mit Musik, adaptiert von Lee Hall nach dem Roman The Sopranos von Alan Warner. Es erzählt die Geschichte von sechs Mädchen von Our Ladies, die von Oban nach Edinburgh reisen, um an einem Chorwettbewerb teilzunehmen – sie drehen auf, singen sich frei, erleben alles, was das Leben zu bieten hat, und rufen in ihren eigenen Worten: „Drehen wir durch!“  Wer The Sopranos (so wie ich) nicht kennt: Das ist kein harmloser Mädelsabend im Stil von St Trinian’s. Diese Geschichte und ihre Inszenierung scheinen vielmehr viel von Godbers Bouncers zu haben, mit einer Prise Trainspotting (und vielleicht etwas Pitch Perfect) zur Abrundung.

Im Kern steht ein Ensemble extrem talentierter Darstellerinnen, die in einem Moment Stimmen wie Engel haben – und im nächsten wie Ausgeburten der Hölle wirken. Gespräche über Schwangerschaft und darüber, wen sie als Nächstes „flachlegen“ würden, dürften bei vielen Eltern sofort den Gedanken auslösen, die eigene Tochter bloß nicht nach Our Ladies zu schicken. Ein Gag im Stück, die Schule sei der „Virgin Megastore“, kam bestens an. Und das Erschreckende: Das alles passiert an einem einzigen Tag!

Die Mädchen von Our Ladies werden gespielt von der teuflisch talentierten Melissa Allen, Caroline Deyga, Karen Fishwick, Kirsty MacLaren, Frances Mayli McCann und Dawn Sievewright, unterstützt von Amy Shackcloth, Becky Brass und Emily Linden. Diese Frauen können ihre Stimmen mit Mendelssohns Lift Thine Eyes und Bartóks Enchanting Song in himmlische Höhen heben, um dann in Songs zu starten, von denen die meisten vom großartigen Jeff Lynne (ELO) stammen.  Musikalität im Überfluss! Musical Supervisor und Arrangeur Martin Lowes Bearbeitungen von Mr Blue Sky, Long Black Road, Sweet Talkin' Woman, Don't Bring Me Down, Shine A Little Love und Wild West Hero – von den Ladies wunderschön umgesetzt – brachten das Dorfman Theatre am Samstagabend zum Beben.  Wie dicht und packend die Erzählung dramatisiert wird, ist hier wirklich etwas Besonderes.

Vorwarnung: Das ist kein Theaterabend für Zimperliche oder Zartbesaitete. Die „Ladies“ fluchen wie die Rohrspatzen, und das Thema ist stellenweise eher pornografisch – aber davon abgesehen ist es eine höllisch gute Geschichte. Und Our Ladies kommt inklusive unverfälschter Akzente. Man bekommt in dieser Show kaum eine Sekunde zum Durchatmen; ich brauchte eine Weile, bis sich mein Ohr an das schnelle Schottisch gewöhnt hatte – schade, denn dadurch sind mir die rasend schnellen Charaktereinführungen komplett durchgerutscht.

Vicky Featherstones Inszenierung hält insgesamt ein ordentliches Tempo, doch gegen Ende beginnt sie zu hängen und verliert etwas an Spritzigkeit. Letztlich war Our Ladies nicht ganz nach meinem Geschmack – aber man müsste schon ein Narr sein, um das außergewöhnliche Talent hier nicht zu erkennen. Und die Reaktion des Publikums (vor allem der jüngeren Zuschauer*innen) war eindeutig: Am Ende sprangen sie von den Sitzen.

OUR LADIES OF PERPETUAL SUCCOUR SPIELT JETZT IM DUKE OF YORK'S THEATRE

https://youtu.be/-XtG1DaCweE

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