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REZENSION: Brighton Rock, Mercury Theatre Colchester (Tournee) ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

14. März 2018

Von

pauldavies

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Das Ensemble von Brighton Rock. Foto: Karl Andre Photography Brighton Rock Mercury Theatre, Colchester (auf Tour).

13. März 2018

4 Sterne

Stoffe zu adaptieren, die in Literatur und Film so bekannt und geschätzt sind, ist keine leichte Aufgabe – doch Bryony Laverys hervorragende Fassung von Graham Greenes Klassiker schimmert vor Gewalt und Spannung. Großartig erarbeitet von Pilot Theatre, inszenieren Regisseurin Esther Richardson und Movement Director Jennifer Jackson Körperlichkeit auf höchstem Niveau; ein famoses Ensemble schlüpft in zahlreiche Rollen und erzählt so diese Geschichte aus der Gangster-Unterwelt der 1930er-Jahre. Dazu unterlegen Komponistin Hannah Peel und die Musiker*innen das Stück durchgehend mit stimmungsvollen Klängen und Musik der Zeit.

Jacob James Beswick (Pinkie) und Sarah Middleton (Rose) in Brighton Rock. Foto: Karl Andre Photography

Die zentrale Figur Pinkie ist durch und durch unsympathisch und wird auch am Ende nicht wirklich erlöst – doch Jacob James Beswick fängt perfekt ein, wie Pinkies Welt um ihn herum zusammenbricht, getragen von seiner hervorragenden, zunehmend nervösen Getriebenheit. Während er einen Mord begeht und verzweifelt versucht, seine Spuren zu verwischen, zieht er die schüchterne, unschuldige und verletzliche Rose in sein Netz – eine fein austarierte Darstellung von Jugend und fehlgeleitetem Durchhaltewillen von Sarah Middleton. Lavery erinnert uns ständig daran, wie jung diese beiden Figuren sind: sie sechzehn, er siebzehn – viel zu jung, um Gangster und heile Familie zu spielen. In die Geschichte führt uns Gloria Onitiri als Ida, fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden; ihr rotes Kostüm wirkt wie ein Leuchtfeuer der Wahrheit inmitten der Düsternis und der schmutzigen Maschinerie der Unterwelt. Ironischerweise sucht sie Erlösung und steht als Symbol der Gerechtigkeit gegen Pinkies verdrehten Katholizismus, der glaubt, eine Beichte nach dem Mord werde ihn retten.

Gloria Onitiri als Ida in Brighton Rock. Foto: Karl Andre Photography

Das Multi-Rolling gelingt ausgezeichnet – besonders Shamira Turner und Angela Bain, die mit Selbstbewusstsein und Überzeugung geschlechterübergreifend besetzen, sowie Chris Jacks liebestrunkener Phil. Gespielt wird auf einem weiteren triumphalen Bühnenbild der Designerin Sara Perks: Es fängt die stählerne Anmutung des Piers ein, fließt zugleich brillant von Szene zu Szene – und jede Ebene wird bespielt. Es gibt zahlreiche Szenenbilder, die packend und ungemein sehenswert sind, insbesondere Rose und Pinkies Liebesnacht nach der Hochzeit, die ausschließlich durch Bewegung und Musik erzählt wird. Ein wenig ins Stocken gerät das Stück nur in der ersten Hälfte, wenn die feineren Details der Handlung durch zu viel erklärenden Text und teils undeutliche Artikulation zugedeckt werden. Doch die zweite Hälfte steigert sich zu einem wunderbaren Höhepunkt, und die Inszenierung ist voller Atmosphäre. Unbedingt empfehlenswert – auf Tournee noch bis Ende Mai.

TOURPLAN FÜR BRIGHTON ROCK

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