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REZENSION: Soho Cinders, Union Theatre ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Soho Cinders

The Union Theatre

Vier Sterne

Tickets buchen Ich habe Soho Cinders vor fast 10 Jahren zum ersten Mal wahrgenommen, als Douglas Mayo, heute Redakteur von BritishTheatre.com, mir begeistert erzählte, ich müsse mir unbedingt zwei neue Songs anhören, die er von dem aufstrebenden Komponisten George Stiles und dem Texter Anthony Drewe entdeckt hatte – damals vor allem bekannt durch das mit dem Olivier ausgezeichnete Musical Honk! sowie neue Songs für Mary Poppins. Gesungen von Gareth Gates und Oliver Tompsett waren diese ersten Tracks das schaurig-schöne Duett Gypsies of the Ether und die berührende Ballade They Don't Make Glass Slippers. Obwohl ich nur diese beiden Songs kannte und wusste, dass Soho Cinders eine moderne Cinderella-Geschichte ist, konnte ich es kaum erwarten, das Stück auf der Bühne zu sehen – besonders nachdem 2008 bei einem Konzert, A Spoonful of Stiles & Drewe, mehr aus der Show vorgestellt wurde. 2011 wurde dann in einer einmaligen Konzertfassung des Musicals alles enthüllt, woraus eine beliebte Cast-Aufnahme hervorging; doch erst ein weiteres Jahr später feierte eine vollständig inszenierte Produktion am Soho Theatre Premiere. Trotz der Mitwirkung einiger der besten britischen Musical-Darsteller*innen war diese Inszenierung uneinheitlich und nach so viel Vorfreude ein wenig enttäuschend. Jetzt hat eine neue Produktion am The Union Theatre das Stück entschlackt und liefert eine frische, beschwingte Show mit einem Ensemble talentierter junger Performer*innen.

Die Grundgeschichte bleibt dieselbe: Cinderella wird zu Robbie, einem jungen Mann, der in der Old Compton Street lebt und arbeitet. Nach dem Tod seiner Mutter haben ihn seine „hässlichen“ Stiefschwestern aus dem Haus geworfen und die familieneigene Waschsalon/Laundrette übernommen – Robbie steht mit dem Rücken zur Wand und hat nur noch seinen besten Freund und Arbeitskollegen Velcro. Während Robbie die finanzielle Unterstützung seines wohlhabenden Verehrers Lord Bellingham ausnutzt, hat er sich zugleich in seinen Prinzen Charming verliebt: den bisexuellen Ex-Schwimmer James Prince, der hofft, als Kandidat für das Amt des Londoner Bürgermeisters nominiert zu werden. Mit einer Frau verlobt und aus Angst vor öffentlicher Missbilligung ist James überzeugt, er müsse die Beziehung geheim halten – die Affäre läuft deshalb meist am Telefon, wie „gypsies of the ether“.

Während der langen Entstehungszeit der Show hat sich die Welt verändert: Die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist legal geworden, Online-Chatrooms wurden durch Apps wie Grindr ersetzt, und es gibt mehr offen queere Menschen in der Öffentlichkeit. Das überarbeitete Buch von Anthony Drewe und Elliot Davis schafft es jedoch, die Geschichte relevant und zeitgemäß zu halten – und räumt außerdem mit einigen Ablenkungen auf, etwa dem großen Altersunterschied zwischen Robbie und James.

Anders als in der Version am Soho Theatre gibt es zudem keine „Disco“-Bearbeitung eines der besten Lieder, des witzigen It's Hard To Tell, das die Schwierigkeit aufs Korn nimmt, „gay guys from the straight these days“ zu unterscheiden. Hier – und überhaupt im gesamten Stück – sorgen musikalische Leitung und Arrangements dafür, dass Anthony Drewes klug gebaute Songtexte richtig zur Geltung kommen. Die Songs sind ein Vergnügen: von Ensemblenummern wie Old Compton Street und You Shall Go To the Ball bis zu den berührenden Duetten Wishing For the Normal und Let Him Go. Dazu passt Joanne McShanes pointierte Choreografie, die die Bühne mit Energie und hohen Kicks füllt.

Joshua Lewindon bringt als Robbie einen sympathischen Charme mit, an der Seite von Lewis Asquith als James Prince und der hervorragenden Emily Deamer. Starke Unterstützung kommt von Lowri Walton als James’ Verlobter Marilyn, Samuel Haughton als seinem korrupten Campaign Manager und Chris Coleman als Lord Bellingham. Die derben, sexbesessenen Stiefschwestern werden von dem dynamischen Duo Michaela Stern und Natalie Harman mit Vollgas gespielt – sie holen die grobe Komik ihrer Songs I'm So Over Men und Fifteen Minutes. glänzend heraus.

Die 17-köpfige Besetzung, darunter ein achtköpfiges Ensemble, wird von Will Keith geschickt inszeniert. Auch wenn es weder echte gläserne Pantoffeln noch eine gute Fee gibt, ist dies eine zauberhafte Produktion voller Lachsalven und wunderbarer Songs – genug, um selbst die anspruchsvollsten Fans des Musicals zufriedenzustellen.

Spielzeit bis 22. Dezember.

TICKETS FÜR SOHO CINDERS BUCHEN

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