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KRITIK: Der Krieg hat noch nicht begonnen, Southwark Playhouse ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert Michail Durnenkows seltsame Erzählung Der Krieg hat noch nicht begonnen im Southwark Playhouse

Der Krieg hat noch nicht begonnen

Southwark Playhouse

Vier Sterne

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Laut dem Titel von Michail Durnenkows neuem Stück hat der Krieg zwar noch nicht begonnen – doch für seine so unterschiedlichen Figuren brodelt der Konflikt ständig unter der Oberfläche. Trotz eines Bühnenbilds mit Wohnmöbeln im Stil der 1970er-Jahre gibt es in Durnenkows beunruhigender Welt aus Paranoia, Angst, gestörter Kommunikation und fehlgeleitetem Idealismus kaum so etwas wie häusliche Geborgenheit.

In 12 erzählerisch nicht miteinander verbundenen Szenen begegnen wir einer Reihe von Menschen in einem unbenannten Land, das sich möglicherweise am Rand von Krieg und gesellschaftlichem Zerfall befindet – oder auch nicht. Obwohl von einem Russen geschrieben, könnte Der Krieg hat noch nicht begonnen ebenso gut Grossbritannien im Zeitalter von Brexit und Trump sein, auch wenn der Text beiden Ereignissen vorausgeht. Eine Szene, die das Wesen von „Wahrheit“ in der Nachrichtenberichterstattung auslotet, wirkt besonders aktuell. Doch das Stück ist nicht platt politisch; es handelt stärker von der individuellen Erfahrung, in unsicheren Zeiten zu leben – mit diffusen Ängsten, dass gleich um die Ecke etwas Kaltherziges und Wütendes lauert. Menschliche Verbindungen entstehen, bleiben jedoch zerbrechlich, fehlgeleitet oder werden missverstanden.

Oft ist es eine surreale Vision, in der Gedanken und Fantasien mit der Realität verschmelzen – verstärkt durch Regisseur Gordon Andersons Entscheidung, Durnenkows Vorschlag zu folgen und Rollen nicht nach Alter oder Geschlecht der Darstellenden zu vergeben. Tatsächlich wählt Anderson nur selten den naheliegenden Weg; Geschlechter werden häufiger als nicht getauscht, was das irritierende Unbehagen noch steigert, wenn sich jede neue Szene öffnet.

Das hervorragende Ensemble aus drei Darstellenden – Hannah Britland, Sarah Hadland und Mark Quartley – holt aus dieser düsteren, surrealen Satire reichlich Komik heraus und macht sie ebenso witzig wie fesselnd. Die Inszenierung ist Teil der Mini-Spielzeit des Southwark Playhouse mit Seltsame Geschichten aus dem West Country, nachdem das Stück 2016 am The Drum im Theatre Royal Plymouth seine UK-Premiere feierte. Auch wenn es sich um eine überarbeitete Produktion von Noah Birksted-Breens Übersetzung handelt – mit neuer Besetzung und neuer Regie – wird sie dem Etikett einer seltsamen Geschichte absolut gerecht.

Läuft bis 10. Februar 2018

Foto: Steve Tanner

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