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KRITIK: Cathy, Space On The Mile, Edinburgh Fringe ✭✭✭

Veröffentlicht am

6. August 2019

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert Cathy: Eine Nacherzählung von Sturmhöhe von Michael Bascom, jetzt beim diesjährigen Edinburgh Fringe zu sehen.

Cathy: Eine Nacherzählung von Sturmhöhe

theSpace on the Mile, Edinburgh Fringe

Drei Sterne

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Mit seiner dramatischen Geschichte von Leidenschaft auf den Yorkshire-Mooren hat Emily Brontës vielgeliebter Klassiker Sturmhöhe regelmäßig die Aufmerksamkeit von Komponistinnen und Komponisten auf sich gezogen. Zu den bemerkenswerten Beispielen zählen Bernard J Taylors prominent besetzte Studioaufnahme von 1992 und Catherine McDonalds Adaption am Londoner The Other Palace vor zwei Jahren; zudem spielte Cliff Richard 1996 bekanntlich die Titelrolle in John Farrar und Tim Rices Heathcliff. Der jüngste Komponist, der sich an diese Aufgabe wagt, ist Michael Bascom, der für Cathy: Eine Nacherzählung von Sturmhöhe nicht nur die Musik, sondern auch Buch und Songtexte geschrieben hat.

Diese neue Produktion wird in der Werbung nicht nur als „Nacherzählung“, sondern als „Neudeutung“ der bekannten Geschichte beschrieben. Tatsächlich folgt sie jedoch weitgehend Brontës Erzählung und fängt die intensiven Leidenschaften von Cathys und Heathcliffs unheilvoller On-off-Beziehung ein. Trotz des Titels ist dies nicht nur Cathys Geschichte: Wir begegnen fünf der zentralen Figuren – darunter Cathys alkoholabhängiger und brutaler Bruder Hindley, ihr kultivierterer Nachbar und Ehemann Edgar Linton sowie deren Dienstmädchen Nelly, die wichtigste Erzählerin des Romans. Das Stück liefert eine rasante Tour durch die frühen Jahre im trostlosen Haushalt von Wuthering Heights, bevor es auf die letzten tragischen Ereignisse fokussiert, die durch Heathcliffs Rückkehr nach drei Jahren selbst gewählter Verbannung in Gang gesetzt werden.

Wie die zeitspringende Struktur des Romans enthält auch die Handlung eine lange Rückblende – auf der Bühne wirkt das jedoch wie eine unnötige und potenziell verwirrende Verkomplizierung. Insgesamt leidet das Drama unter einem unausgewogenen Tempo und Ton, darunter die zwar vergnügliche, aber unpassende Feier von Hindleys alkoholischen Exzessen durch das gesamte Ensemble mitten im sich entfaltenden tragischen Finale. Trotz einiger guter Leistungen kippt es stellenweise gefährlich in Richtung Melodram und bleibt die düster-gotischen Schauder des Romans schuldig.

Dramaturgisch fühlt sich das nach Work in Progress an – gerettet wird es jedoch von Bascoms wunderschöner, eindringlicher Partitur. Viele der Lieder, klassisch gehalten, passen gut zur Geschichte: mal beschwören sie Erinnerungen an die Heidelandschaft herauf, mal eröffnen sie uns Zugang zu Cathys Hoffnungen und Träumen. Susannah Greenow als Nelly schenkt uns ein zärtliches, wenn auch grausiges Wiegenlied, während der Regisseur der Produktion, Oscar George Copper, als Hindley das freche, viktorianisch anmutende Trinklied anführt und mit einer Feldflasche in der Hand geschniegelt über die Bühne stolziert. Mit ihrer kräftigen Opernstimme sticht die Sopranistin Emma Torrens als Cathy hervor – sowohl in ihren Solonummern als auch im Duett mit Samuel Terrys Heathcliff. Das Buch des Stücks braucht noch Straffung, doch die Musik hebt es auf ein neues Niveau.

Spielzeit bis 12. August 2019 im theSpace on the Mile, anschließend bis 17. August im theSpace @ Niddry St, danach bis 24. August im theSpace @ Venue45

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