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KRITIK: Through The Mill, Southwark Playhouse ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

douglasmayo

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Lucy Penrose, Belinda Wollaston und Helen Sheals in Through The Mill. Foto: Darren Bell Through The Mill

Southwark Playhouse

11. Juli 2016

4 Sterne

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Nach dem Erfolg beim London Theatre Workshop ist Ray Racklams Through The Mill ins Southwark Playhouse gewechselt. Indem das Stück die Legende Judy Garland frontal angeht und auf extremes Übermass setzt, ist Through The Mill ein Musical-Drama über Judy Garland, das nicht nur eine Judy Garland zeigt – sondern gleich DREI!

Dadurch, dass drei Schauspielerinnen Judy in verschiedenen Lebensphasen verkörpern, kann Rackhams Stück die Darstellerin zugleich mit Weitblick und dem Luxus des Rückblicks zeigen. Vieles von dem, was wir bereits über Garland wissen – ihr Bedürfnis nach Liebe und ihre Süchte – ist vorhanden, doch es gibt eine berauschende Mischung aus Optimismus und Reue, die ich als Zuschauerin ungemein mitreissend fand.

Lucy Penrose als Young Judy und Tom Elliot Reade als Roger Edens. Foto: Darren Bell

Im Gegensatz zu Over The Rainbow, Peter Quilters Stück, das sich auf Judy Garlands Zeit in London im Talk Of the Town später in ihrem Leben konzentriert, zeigt Through The Mill Garland am Anfang, in der Mitte ihrer Karriere und während sie eine Reihe für CBS dreht. Schon eine Judy zu finden, würde die meisten Produzenten in den Wahnsinn treiben – doch mit drei herausragenden Darsteller*innen für die facettenreiche Garland ist dem Team ein aussergewöhnliches Theatererlebnis für das Publikum sicher.

Lucy Penrose und Belinda Wollaston. Foto: Darren Bell

Judy spielen Helen Sheals (CBS Judy), Belinda Wollaston (Palace Judy) und Lucy Penrose (Young Judy). Jede ist auf ihre Weise bemerkenswert und fängt Aspekte von Garland perfekt ein – doch gemeinsam entfesselt, wirkt es wie ein emotionaler Tsunami. Nur Judy Garland kann wirklich wissen, wie es war, Judy Garland zu sein; aber in Rackhams Text und Inszenierung sieht man gelegentlich Momente, in denen Palace Judy und CBS Judy Young Judy mit einem Blick schmerzlicher Reue beobachten – faszinierend und kaum auszuhalten.

Während sich in Through The Mill das meiste Augenmerk auf Garland richtet, verdienen einige der wunderschön gezeichneten Nebenfiguren eine Erwähnung. Amanda Bailey bringt jeden Zentimeter Moma Rose in die Rolle der Ethel Gumm. Tom Reade ist grossartig als Garlands früher, verständnisvoller Mentor Roger Edens. Harry Antons maskuline Darstellung von Sid Luft an beiden Enden seiner Beziehung zu Judy macht die zermürbende Wirkung dieser Verbindung voll spürbar. Carmella Brown spielt Judith Kramer, eine Garderobiere, die sich bei CBS mit Garland anfreundet. Vom Raupenstadium zum Schmetterling – Kramers Verwandlung und ihre Freundschaft geben den Fans auf der Bühne eine Stimme. Als vielleicht am besten gezeichnete Nebenfigur des Abends erweist sich jedoch der durch und durch widerliche Hunt Stomberg Jr, mit Verve gespielt von Rob Carter. Stephen Sondheim sagte einmal: „Fokusgruppen sind der Tod jeder Unterhaltung“ – und man sieht sofort, warum, wenn Garland zu hören bekommt, dass jeder Aspekt ihrer Performance verändert werden müsse, um einem Fernsehpublikum zu gefallen.

Belinda Wollaston als Palace Judy. Foto: Darren Bell.

Bemerkenswert ist durchgehend Rackhams Fähigkeit, die verschiedenen Zeitebenen der Handlung nahtlos zu verweben, ohne dabei an Klarheit zu verlieren. Zweifellos stammt ein grosser Teil der Emotionen, die aus Judy Garland herausströmten, aus einem ganzen Leben voller Erfahrungen – doch die nicht-lineare Erzählweise, die Rackham wählt, ergibt absolut Sinn, wenn man die Geschichte einer Legende wie Garland erzählt.

Musikalisch steht Through The Mill sehr solide da: Ein Kernensemble von Musiker*innen wird durch Schauspieler*innen/Musiker*innen im Verlauf unterstützt.  Musical Director Jordan Li Smith sowie Musical Supervisor und Arrangeur Simon Holt halten das musikalische Geschehen in genau dem richtigen Tempo – sie wissen, wann die Intimität einer schönen Klavier-Arrangement funktioniert und wann es Zeit ist, einen grossen, glänzenden Bläsersound loszulassen, der die Bühnenwucht von drei Judys perfekt ergänzt.

Helen Sheals als CBS Judy. Foto: Darren Bell

Through The Mill ist ein triumphaler Blick auf das Leben von Judy Garland. Ein wunderbarer Theaterabend, der Fans und Nicht-Fans gleichermassen begeistern wird.

Der strahlende Stern, der Judy Garland war, leuchtet dank Through The Mill im Southwark Playhouse weiterhin so hell wie eh und je. Nicht verpassen. JETZT TICKETS FÜR THROUGH THE MILL IM SOUTHWARK PLAYHOUSE BUCHEN

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