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KRITIK: Die Fischer, Assembly George Square, Edinburgh Fringe ✭✭✭✭

Veröffentlicht am

Von

markludmon

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Mark Ludmon rezensiert die Tourneeproduktion von Gbolahan Obisesans Bühnenfassung von Chigozie Obiomas The Fishermen, derzeit beim Edinburgh Fringe.

The Fishermen Assembly George Square Studios, Edinburgh Fringe

Vier Sterne

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Chigozie Obiomas 400-seitiger Roman The Fishermen – 2015 für den Man Booker Prize nominiert – wurde in einer neuen Tourneeproduktion der Midlands-Theatercompagnie New Perspectives ambitioniert auf prägnante 70 Minuten verdichtet. Autor Gbolahan Obisesan hat die tragische Geschichte von vier jungen Brüdern, die in einem kleinen nigerianischen Dorf aufwachsen und deren Leben durch ihre Reaktion auf eine erschreckende Prophezeiung eines örtlichen „Verrückten“ aus den Fugen gerät, gekonnt destilliert.

Das Buch ist eine weit ausgreifende Erzählung über Familie und Dorfleben, bevölkert von einer Vielzahl an Figuren – umso bemerkenswerter, dass diese Fassung mit nur zwei Darstellern auskommt, die die Brüder Ben und Obembe spielen. Aus der Perspektive der beiden, die Jahre später zurückblicken, müssen sie eine ganze Bandbreite an Rollen übernehmen, darunter auch die beiden anderen Brüder Ikenna und Boja. Beide liefern herausragende Leistungen. Trotz seines Alters und seiner Körpergröße verwandelt sich Michael Ajao wie durch Zauberhand in den verletzlichen zehnjährigen Ben, während Valentine Olukoga als der etwas ältere Obembe eine erwachsenere Coolness ausstrahlt, die seine eigene Angst und Verwirrung nur notdürftig überdeckt.

Unter der Regie von Jack McNamara ist die Inszenierung rasant und nervös, mit schnellen Wechseln zwischen den Figuren, die mitunter schwer zu verfolgen sind. Der Fokus auf die Brüder selbst – bei gleichzeitiger Reduktion vieler Details des Dorflebens und des 1990er-Jahre-Hintergrunds von Sani Abachas Militärregime – macht daraus eher eine psychologische Studie. Das wird wirkungsvoll unterstützt durch das abstrakte Bühnenbild von Amelia Jane Hankin mit einer Reihe Metallstangen und Jutesäcken sowie das atmosphärische Lichtdesign von Amy Mae. Dadurch erhält die Produktion eine traumartige Qualität, die den nahezu mythischen Ton der Geschichte verstärkt – und die familiären Bindungen sowie die Fähigkeit des Einzelnen, dem Schicksal zu trotzen, auslotet.

Zu sehen im Assembly George Square Studios bis 27. August 2018, anschließend auf Tournee.

Tourneeplan für The Fishermen

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